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Geschichte
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Wer sich mit dem Weimaraner beschäftigt, wie Sie,
wird sich als erstes fragen, woher dieses besondere Aussehen dieses
Vorstehhundes kommt. Seine Form ist im Standard dem der anderen
Vorstehhunderassen ähnlich, doch besonders seine Decke und die Farbe seiner
Augen sind seit jeher Grundlage vieler Fragen und entsprechender Spekulationen.
Sicher ist,
daß der Weimaraner bereits im 17. Jahrhundert (1631) von van Dyck gemalt wurde.
Dieser Vorstehhund ist eine eigene Rasse, die bereits 1897 als Standart
festgelegt wurde, dem Gründungsjahr des Weimaraner Klubs 1897 e.V. Worauf auch
immer seine besondere Farbe zurückgeht, klar ist, daß ein rezessives reinerbiges
Gen für diese Färbung verantwortlich ist. D.h. nur wenn sich echte Weimaraner
mit echten Weimaranern kreuzen, entstehen wieder Welpen mit dieser
eigentümlichen grauen Färbung. Eine Kreuzung mit irgendeiner anderen Rasse läßt
das Grau völlig verschwinden; die Welpen haben dann die Färbung der fremden
Rasse und vererben auch diese. Damit besteht aber auch kein Risiko, daß Züchter
den Weimaraner durch Einkreuzung anderer Rassen in seiner Eigenschaft verändern.
Der Name Weimaraner soll daraus
abgeleitet sein, daß dieser Hund am Hofe der Kurfürsten zu Sachsen-Weimar
(Jägerhof) gegen Ende des 18. Jahrhunderts sehr geschätzt und in sehr großem
Umfang gezüchtet und gehalten wurde. Unstrittig ist, daß sie bereits sehr lange
vor dieser Zeit reinrassig gezüchtet worden sind, ohne ihnen jedoch den Namen
Weimaraner zuzuordnen.
Zu der
Abstammung des Weimaraners gibt es verschiedene Theorien. Mit höchster
Wahrscheinlichkeit stammt der Weimaraner überwiegend von St. Hubertus Hund ab,
dem direkten Stammvater vieler Jagdhunderassen. Dieser wurde vom hl. Hubertus
(*670), dem späteren Bischof zu Lüttich (Tongern), im Kloster St. Hubertus in
den Ardennen (jetzt in Belgien) im 9. Jahrhundert gezüchtet. Diese direkte
Abstammung soll ihn im 15 Jahrhundert über den Rhein gebracht haben. Eine andere
Theorie sieht seinen Ursprung als ursprüngliche deutsche Rasse in Form einer
Abart des Deutsch Kurzhaar mit dem Leithund als gemeinsamem Ahnherrn, der
seinerseits von dem altdeutschen Laufhunden abstammt. 
Im Gegensatz zu
anderen Vorstehhundrassen soll dem Weimaraner nicht (oder kaum) in der
Entwicklung Pointerblut eingekreuzt worden sein, wie den anderen
Vorstehhundrassen, um das Vorstehen zu verbessern. Das hat zur Folge, daß der
Weimaraner auch nicht die den Pointer oft charakterisierende Unruhe und
Nervosität innehat. Vielmehr besitzt der Weimaraner viel Leithundblut, also eine
genetische Verbindung zu den von Ridinger so oft in Kupferstichen verewigten
Jagdhunden. Gerade diese Leithunde brachten ihre Ruhe in den Charakter des
Weimaraners mit ein und sind der Grund für die besondere Fähigkeit zur Arbeit
nach dem Schuß. In der heutigen Zeit der sich stark reduzierten Niederwildjagten
müßte das angewölfte Verhaltensmuster des Weimaraners damit eigentlich eine
Renaissance erfahren.
Seit 1897 wird
der Weimaraner in Zuchtbüchern vermerkt. Von 1961 bis 1989 wurden in beiden
Teilen Deutschlands Weimaraner für die Jagd gezüchtet; nun werden sie wieder in
einem Zuchtbuch geführt. Auch weltweit hat der Weimaraner große Verbreitung
gefunden, meist als Jagdhund, doch leider in einigen Ländern überwiegend als
Showhund. In den USA gibt es sehr viele Weimaraner, die man dort auch "Grey
Ghost" nennt. Wir Weimaranerzüchter und Halter haben also die große
Verantwortung, diese Rasse für die Jägerschaft weiterhin zu erhalten. Eine
Aufgabe, die wir nur in Zusammenarbeit mit den Welpenkäufern erfüllen können.
Denn nur wenn diese - wie beim Verkauf des Welpen zugesagt - ihren Weimaraner
jagdlich ausbilden und auf Prüfungen vorstellen, kann dieses Ziel erreicht
werden.
(aus: Schuck
/ Hirsch: Weimaraner voran!)
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